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bis zum KÄRNTEN IRONMAN am 8. Juli 2007
 
SCHABI`S
IRONMAN TAGEBUCH
 
TAGEBUCH Eintragung 7

Meine lieben Freunde,

nach nun 10 Wochen Training ist es Zeit meine Laktatwerte zu überprüfen und einen eventuellen Leistungserfolg nachzuzeichnen. Mit dem von Hrn. "Obermedizinalrat" Peter Kubis angeschafftem Messgerät machten sich Roman Ott, Klaus Trnka und ich auf und trafen sich beim Wiener Praterstadion. Die von Peter exakt vermessene Strecke von 1200 Meter wurde nach gutem Aufwärmen in genau den vorgeschriebenen Zeiten bzw. vorgegebener Pulshöhe gelaufen. Ausgangsparameter waren:
Bekannter Höchstpuls: 183 Schläge/Minute
Ausgangslaktat: 1,4 mmol/Liter

Die Ergebnisse waren nicht überraschend: Die Probleme ergaben sich erwartungsgwmäß im Grundlagenbereich. Wie immer trainieren alle zu schnell. Für einen IM oder Marathon soll ein Laktat von 2,0 mmol/Liter nicht überschritten werden. Nur dann ist es möglich Distanzen über lange Zeit zu bewältigen.

Meine Kurve sieht folgendermaßen aus:
Ich glaube, dass ich aufgrund der Kurve am Sonntag, den 21.01.2007 den LCC-Eisbärlauf laufen kann. Laktat bei 5:30 (entspricht einer Zeit von 01:54) ist 1,9 mmol/Liter. Der Puls etwa bei 150 Schlägen. Sollten sich 2 Stunden ausgehen hätte, ich mein erstes Ziel erreicht. Dann hätte ich ein Monat lang Zeit mein Tempo zu verbessern. Dazwischen heißt es weiter Gewicht verlieren (wollen) und das Rad-Training für meine Radsportwoche in Mallorca zu forcieren.

Ergebnis und Analyse des LCC Eisbär HM am 21. 01.2007. Wie oben erwähnt, waren zwei Stunden angestrebt. Heinz Rössler und ich versuchten bei 150 Pulsschlägen zu laufen. Roman Ott (HM-Bestzeit 2006: 01:31) machte uns den Betreuer. Die ersten beiden Runden liefen planmäßig. Keine Schmerzen und ein angepeiltes Tempo von 5:45 min/km bei 1550 Herzfrequenz. Doch in der dritten Runde stieg mein Puls stetig an. Er pendelte sich die letzten 6 km auf 170 ein. Tempo: 6:15 min/km. Heinz´s Puls blieb gleich (etwa 155-160). Heinz und Roman zeigten wie immer Junkie-Solidarität und blieben bei mir, was eine Zeit von 02:05:06 ergab.
Nachträglich betrachtet wird offensichtlich, dass große Defizite im Grundlagenbereich vorliegen. Das heißt für das weitere Training: lange Einheiten mit einem von Peter Kubis ermittelten Trainingsbereich von 128-146 Schläge pro Minute

Im Moment lese ich das 2006 im Residenzverlag erschienenen Buch "Einfach Extrem", von Sepp Resnik. Für mich ist diese Biographie gespickt mit Lebensweisheiten.Ein Werk, das ich jedem, der sich mit Extremsport auseinander setzt, empfehle. Es versprüht so viel an Liebe und Verständnis, welche wir so notwendig brauchen. In seinem Geleit erwähnt er seinen Zugang zum Extremsport und seinem "unbändigen Verlangen nach seiner Realisierung." So meint der naturverbundene aber auch gläubige Sepp Resnik: "…es war [ist] (Anm.) nicht erforderlich, den Sieg als das Ziel zu betrachten. Wichtiger war [ist] (Anm.) es mir, aus der Niederlage zu lernen und wieder und wieder aufzustehen."

 

 

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